Ratgeber/Dunstabzugshaube-Filter entfetten: Metallfilter wieder sauber

Kurz-Antwort

Die wichtigste Lösung findest du direkt im ersten Abschnitt.

Dunstabzugshaube-Filter entfetten: Metallfilter wieder sauber

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Kueche & Fettdunstabzugfilter

Die Metallfilter einer Dunstabzugshaube fangen beim Kochen den größten Teil des Fetts ab und setzen sich dadurch nach und nach mit einem klebrigen Belag zu. Ein verstopfter Filter saugt schlechter ab und erhöht das Brandrisiko, weshalb du ihn regelmäßig entfetten solltest, am einfachsten im heißen Spülwasser mit Natron oder in der Spülmaschine.

Viele schieben diese Aufgabe lange auf, weil der Filter aus dem Blick und damit aus dem Sinn ist. Dabei ist die Reinigung in den meisten Fällen einfacher als gedacht, sobald man weiß, welche Methode zum eigenen Filtertyp passt und in welchem Rhythmus sie sinnvoll ist. Genau das klären die folgenden Abschnitte Schritt für Schritt.

Warum der Fettfilter regelmäßig dran muss

Der Metallfilter besteht aus mehreren Lagen feinem Streckmetall oder Gewebe, das Fetttröpfchen aus der abgesaugten Luft bindet. Mit der Zeit verklebt dieses Gitter, der Luftdurchsatz sinkt und die Haube wird lauter, ohne besser zu saugen. Im Extremfall kann eingetrocknetes Fett am Filter zu einer Brandgefahr werden, wenn darunter mit offener Flamme gekocht wird.

Dunstabzug filter entfetten: practical guide overview
Dunstabzug filter entfetten

Die meisten Metallfilter lassen sich mit einem Griff oder einer Lasche entriegeln und nach unten herausnehmen. Schaue dir an, wie der Filter sitzt, bevor du ihn löst, damit du ihn nachher wieder richtig einsetzt. Halte den Filter beim Entnehmen möglichst flach und waagerecht, weil sich das darin gesammelte Fett sonst lösen und auf den Herd heruntertropfen kann.

Wie oft du reinigen musst, hängt vom Kochverhalten ab. Wer oft brät oder frittiert, sollte etwa alle vier Wochen ran, bei seltener und fettarmer Küche reichen acht Wochen. Ein einfacher Test: Halte den Filter gegen das Licht. Sieht das Gitter zugesetzt und glänzend aus, ist es Zeit.

Es gibt zwei verbreitete Bauarten von Dunstabzugshauben, die sich auf die Filterpflege auswirken. Bei der Abluftvariante wird die fetthaltige Luft nach außen geleitet, hier genügt der waschbare Metallfilter. Bei der Umluftvariante wird die Luft gefiltert und zurück in den Raum geblasen, weshalb zusätzlich ein Aktivkohlefilter für die Geruchsbindung verbaut ist. Welche Variante du hast, erkennst du daran, ob ein Rohr nach außen führt oder die Luft zurück in die Küche strömt.

Dunstabzug filter entfetten: step-by-step visual example
Dunstabzug filter entfetten

Ein vernachlässigter Fettfilter wirkt sich auf die gesamte Küche aus. Sinkt die Saugleistung, entweicht mehr Fettnebel in den Raum und legt sich auf Schränke und Fliesen. Die Filterpflege ist damit nicht nur eine Frage der Hygiene am Gerät selbst, sondern reduziert auch den Putzaufwand an allen anderen Oberflächen.

💡 Gut zu wissen: Viele Dunstabzugshauben haben eine Sättigungsanzeige oder ein Lämpchen, das ans Reinigen erinnert. Steht eines in deiner Bedienungsanleitung, nutze es als Richtwert und passe das Intervall an dein Kochverhalten an.

Methode 1: Heißes Spülwasser mit Natron

Die schonendste Methode ist ein Bad in heißem Wasser. Lege den Filter in eine Wanne oder ins Spülbecken, übergieße ihn mit möglichst heißem Wasser und gib reichlich Spülmittel sowie ein bis zwei Esslöffel Natron dazu. Das alkalische Natron unterstützt das Spülmittel beim Aufbrechen des Fetts. Je heißer das Wasser, desto schneller löst sich der Belag, sei beim Eingießen also vorsichtig und schütze deine Hände vor Verbrühungen.

Lass den Filter dreißig bis sechzig Minuten einweichen, dann löst sich der Belag fast von selbst. Anschließend bürstest du mit einer weichen Bürste nach, spülst mit klarem Wasser ab und lässt den Filter vollständig trocknen, bevor du ihn wieder einsetzt.

Bei besonders dickem Belag kannst du das Wasser nach dem ersten Durchgang wechseln und den Vorgang wiederholen, statt mit Gewalt zu schrubben. Das warme Wasser ist der eigentliche Wirkstoff, weil es das Fett verflüssigt. Kühlt das Bad ab, verliert es an Kraft, dann lohnt sich frisches heißes Wasser mehr als längeres Bürsten im kalten.

Dunstabzug filter entfetten: helpful reference illustration
Dunstabzug filter entfetten

Achte beim Bürsten darauf, das feine Metallgitter nicht zu verbiegen. Eine weiche Spülbürste oder eine ausgediente Zahnbürste reicht völlig, harte Drahtbürsten beschädigen die Struktur. Trockne den Filter nach dem Spülen gründlich ab oder lass ihn an der Luft trocknen, weil Restfeuchtigkeit zusammen mit neuem Fett schneller wieder verklebt.

⚠️ Achtung: Aluminiumfilter dürfen nicht mit stark alkalischen Mitteln wie reiner Natronlauge oder aggressiven Backofensprays behandelt werden, weil sie sonst dunkel anlaufen. Eine moderate Menge Natron im Spülwasser ist in der Regel unkritisch, im Zweifel die Herstellerangaben prüfen.

Methode 2: Reinigung in der Spülmaschine

Viele Edelstahl-Metallfilter sind spülmaschinengeeignet. Lege den Filter hochkant in den Unterkorb, sodass das Wasser gut durchläuft, und starte ein Programm mit hoher Temperatur. Wichtig ist, dass du dies nur tust, wenn der Hersteller es ausdrücklich erlaubt, denn manche Filter, besonders aus Aluminium, können in der Maschine anlaufen oder fleckig werden.

Reinige stark verfettete Filter nicht zusammen mit normalem Geschirr, weil sich der Fettfilm sonst auf den Tellern verteilen kann. Bei sehr dickem Belag lohnt sich ein kurzes Vorweichen in heißem Spülwasser, bevor der Filter in die Maschine kommt.

Die Spülmaschine nimmt dir das Schrubben ab, kommt aber nicht immer an jeden Winkel des Gitters heran, besonders bei mehrlagigen Filtern. Kontrolliere den Filter nach dem Programm gegen das Licht und gib ihm bei Bedarf einen kurzen Nachgang von Hand. Lass auch hier den Filter vollständig trocknen, bevor er zurück in die Haube kommt.

Dunstabzug filter entfetten: detailed close-up view
Dunstabzug filter entfetten

Ein praktischer Mittelweg ist, leicht verschmutzte Filter regelmäßig in die Maschine zu geben und nur bei starker Verfettung von Hand vorzuweichen. So hältst du den Aufwand gering und verhinderst, dass sich überhaupt erst zähe Schichten bilden, die mühsam zu lösen sind.

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Aktivkohlefilter nicht verwechseln

Neben dem waschbaren Metallfilter haben Umlufthauben oft einen zusätzlichen Aktivkohlefilter, der Gerüche bindet. Dieser lässt sich in der Regel nicht waschen, sondern muss je nach Modell nach einigen Monaten getauscht werden. Versuche nicht, ihn auszuwaschen, denn das zerstört die Filterwirkung. Welcher Filtertyp in deiner Haube steckt, steht in der Bedienungsanleitung.

Ein Anzeichen dafür, dass der Aktivkohlefilter erschöpft ist, sind Kochgerüche, die trotz laufender Haube in der Küche bleiben. Manche Hersteller geben einen festen Austauschzyklus vor, andere bieten regenerierbare Filter an, die sich begrenzt im Ofen auffrischen lassen. Halte dich auch hier an die Angaben für dein Modell, weil sich die Bauarten unterscheiden.

Verwechsle den Aktivkohlefilter nicht mit dem Metallfilter: Der eine wird gewaschen, der andere getauscht. Wer beide gleich behandelt, ruiniert entweder die Kohlefüllung im Wasser oder kauft unnötig einen neuen Metallfilter. Im Zweifel hilft ein Blick in die Bedienungsanleitung oder das Typenschild der Haube.

Sicherheit und Brandschutz

Ein verfetteter Filter ist nicht nur ein Hygieneproblem, sondern ein Sicherheitsrisiko. Eingetrocknetes Fett ist brennbar, und in Kombination mit offener Flamme unter der Haube kann das gefährlich werden. Wer mit Gas kocht oder oft flambiert, sollte die Filter deshalb besonders konsequent reinigen.

Lass die Haube während des Kochens laufen und vermeide hohe Flammen, die direkt nach oben in den Filter schlagen. Greift einmal etwas Feuer, ersticke es mit einem Deckel oder einer Löschdecke und nutze niemals Wasser bei einem Fettbrand. Ein sauberer Filter ist die einfachste Vorsorge, weil sich darin gar nicht erst eine brennbare Fettschicht aufbaut. Wer den Filter im festen Rhythmus reinigt, senkt das Risiko eines Fettbrands also ganz nebenbei, ohne dafür zusätzlichen Aufwand zu betreiben.

Schritt für Schritt zum sauberen Filter

  1. Haube ausschalten und Filter nach Anleitung entnehmen.
  2. Heißes Wasser mit Spülmittel und etwas Natron ansetzen oder die Spülmaschine vorbereiten.
  3. Filter dreißig bis sechzig Minuten einweichen lassen.
  4. Mit weicher Bürste nachbürsten und mit klarem Wasser abspülen.
  5. Vollständig trocknen lassen und erst dann wieder einsetzen.
  6. Eventuellen Aktivkohlefilter prüfen und bei Bedarf tauschen.

Wie oft welcher Aufwand

KochverhaltenMetallfilterAktivkohlefilter
häufig braten/frittierenca. alle 4 Wochennach Herstellerangabe tauschen
gemischte Kücheca. alle 6 Wochennach Herstellerangabe tauschen
selten/fettarmca. alle 8 Wochennach Herstellerangabe tauschen

Wenn du den Filter regelmäßig reinigst, bleibt nicht nur die Saugleistung erhalten, es gelangt auch weniger Fettnebel an Schränke und Fliesen. Damit sinkt der Putzaufwand in der gesamten Küche, und das Gerät arbeitet leiser und effizienter.

Das Gehäuse und die Beleuchtung nicht vergessen

Neben den Filtern verdient auch das Gehäuse der Haube Aufmerksamkeit. Auf der Unterseite und an den Rändern setzt sich Fett ab, das du mit fettlösendem Reiniger und einem Tuch entfernst. Bei Edelstahl wischst du in Schliffrichtung, um Schlieren zu vermeiden, und polierst mit einem trockenen Tuch nach.

Die Beleuchtung in der Haube wird mit der Zeit ebenfalls von einem Fettfilm überzogen und leuchtet dann merklich schwächer. Schalte das Gerät aus, lass die Lampe abkühlen und wische die Abdeckung vorsichtig mit einem nebelfeuchten Tuch ab. Sprühe keinen Reiniger direkt auf die Beleuchtung, sondern arbeite immer über das Tuch, damit keine Feuchtigkeit in die Fassung gelangt.

Wie du den verbliebenen Belag rund um die Haube entfernst, zeigt der Ratgeber Fettfilm in der Küche entfernen. Den Backofen darunter reinigst du nach unserer Anleitung zum Backofen reinigen.

Hinweis

Reinigungsmittel nie miteinander mischen (z. B. Essig + Natron = neutralisiert sich; Chlor + Ammoniak = gesundheitsgefährlich). Einwirkzeiten einhalten, gut lüften.

Veröffentlicht durch die PutzPraxis-Redaktion. Veröffentlicht am 24. Juli 2026.

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